Fast die gesamte Zeit meines Lebens habe ich Fleisch gegessen – sehr gern gegessen. Einfach, weil es gut geschmeckt hat. 2018 kam der Moment, der mir die Augen geöffnet hat – und ich war lange Zeit fassungslos, wie gelähmt und schmerzerfüllt. Die Erkenntnis, was wir Menschen unseren Mitlebewesen antun und dass ich ein Teil davon bin, hat mich sehr tief getroffen. Vegan zu leben war für mich eine logische Konsequenz – aber das allein reicht in meinen Augen nicht. Die Tiere haben es verdient, dass wir uns für sie einsetzen und stark machen – und mithelfen, dass Ihr Leiden endlich beendet wird. Sie brauchen uns und unsere Stimmen – sie haben nämlich sonst niemanden.
Ich glaube nicht länger, dass Tiere dazu da sind, dass wir sie essen, anziehen, sie uns unterhalten, wir an ihnen herumexperimentieren oder sie anderweitig ausbeuten. Tierschutz bedeutet, mit helfenden Händen und offenen Herzen durch die Welt zu gehen, nicht wegzusehen und die Stimme zu erheben, wo auch immer uns Tierleid begegnet – denn wenn es irgendwelche unbezahlbaren moralischen Grundsätze gibt, dann gehört dieser mit Sicherheit dazu. Man darf die Schwäche und Wehrlosigkeit anderer nicht ausnutzen. Stärke bedeutet, sich für Schwächere einzusetzen!
Deshalb bin ich Tierrechts-Aktivistin – und niemals war ich etwas mehr als das.
Seit ich denken kann, fühle ich mich den Tieren verbunden. So haben auch immer wieder kranke oder verletzte Tiere zu mir gefunden. Tierschutz bedeutet für mich, nicht wegzusehen, wenn Tiere Hilfe brauchen.
Dass wir Tiere – insbesondere jene, die wir „Nutztiere“ nennen – wie Ware behandeln, ist zutiefst problematisch. Viele von ihnen kommen durch künstliche Besamung zur Welt, verbringen ihr kurzes Leben unter absolut unwürdigen Bedingungen und werden schließlich geschlachtet und verarbeitet, als hätten sie nie Hunger, Durst, Angst, Freude oder Schmerz empfunden. Dabei geraten ihre eigenen Bedürfnisse, ihr Leben und ihr Wesen völlig in den Hintergrund. Es zählt nur, dass sie am Ende als Produkt dienen oder in anderer Form ausgebeutet werden.
Tiere sollten jedoch um ihrer selbst willen leben dürfen. Ihre Würde liegt darin, dass sie ein eigenes Leben führen – nicht als Mittel zum Zweck, sondern als fühlende, wertvolle Lebewesen. Daraus folgt für mich konsequenterweise, dass Tiere und Tierprodukte nicht auf meinen Teller gehören. Das ist nicht nur sehr gut machbar, sondern auch gesundheitlich bereichernd. Ich lebe seit acht Jahren vegan und fühle mich – obwohl ich auf die Siebzig zugehe – rundum wohl und gesund. Wer Tiere wirklich liebt, sollte auch respektieren, dass sie nicht ausgebeutet, getötet und gegessen werden.
Für mich ist es daher selbstverständlich, vegan zu leben. Es ist Ausdruck meiner Liebe zu Tieren und meines Widerstands gegen ihre Ausbeutung und Misshandlung. Da sie sich selbst nicht wehren oder für sich sprechen können, möchte ich ihnen meine Stimme geben.
Ich lebe seit 2019 vegan – aus tiefster Überzeugung und Liebe zu allen Lebewesen. Für mich war es eine Herzensentscheidung: Kein Tier sollte für ein paar Minuten Geschmack leiden oder sterben müssen.
Vegan zu leben bedeutet für mich, Mitgefühl in die Tat umzusetzen und im Einklang mit meinen Werten zu handeln. Es fühlt sich gut und richtig an, Verantwortung zu übernehmen – für die Tiere, für unsere Erde und für eine Zukunft, in der Respekt und Achtsamkeit selbstverständlich sind.
Seit vielen Jahren interessiere ich mich für die Themen Natur- und Umweltschutz. Im Alltag habe ich deshalb viel verändert – ob nun beim Heizen, Auto fahren oder allg. im Bereich Konsum-Reduzierung.
Einen wichtigen Bereich habe ich jedoch ausgeblendet – das Thema (Massen-)Tierhaltung und den Konsum tierischer Produkte. Erst 2024 habe ich verstanden, welchen Hebel meine eigene Ernährung hat – und wurde vegan.
Zu diesem Zeitpunkt habe ich aber noch nicht verstanden, was Veganismus wirklich bedeutet.
Erst nach diesem Schritt habe ich mich tiefer mit dem Thema beschäftigt.
Eine bis dahin unvorstellbare Welt voller Leid und Grausamkeiten hat sich mir eröffnet. Weit über das Thema Ernährung hinaus habe ich verstanden, dass ich nicht mehr Teil davon sein möchte. Erst dann wurde ich auch ethisch vegan. Für die Tiere, die diese Ausbeutung und Grausamkeiten nicht verdient haben.
Auch wenn ich die Bilder nie wieder aus meinem Kopf bekommen werde, bereue ich keine Sekunde. Die Konfrontation hat meine Entscheidung nur noch einmal gefestigt und mich letztendlich auch zum Aktivismus gebracht.
Mir reicht es nicht, nicht nur kein Teil des Problems mehr zu sein – ich wäre gern ein Teil der Lösung.
Ich lebe vegan und setze mich mit ganzem Herzen für alle Tiere ein – ganz gleich, wie groß oder klein sie sind. Für mich hat jedes Leben Wert, und deshalb gebe ich mein Bestes, selbst den kleinsten Wurm zu retten. Mit meiner Arbeit möchte ich dazu beitragen, Mitgefühl sichtbar zu machen und eine Welt zu fördern, in der alle Lebewesen respektiert und geschützt werden.
Ich glaube daran, dass Mitgefühl keine Grenzen kennt. Tiere verdienen Respekt, Schutz und ein Leben ohne Angst. Wie wir mit ihnen umgehen, zeigt, wer wir wirklich sind. Deshalb stehe ich für sie ein – für jedes Leben, das gehört und geschützt werden sollte.














