







Wir leben in einer Welt, in der Tiere unserem Willen ausgeliefert sind – ob es nun um Ernährung geht, um Kleidung oder um Unterhaltung.
Zirkusse zeigen das leider sehr deutlich: Der Mensch zwingt dem Tier seinen Willen auf, bringt ihm Kunststücke bei, die auf Abruf funktionieren müssen – und wehe, wenn nicht!
Der Zuschauer hat ja dafür bezahlt und verlangt eine gute Show. Wie es dem Tier damit geht, interessiert nicht oder wird ignoriert.
Natürlich werben Zirkusse damit, Tierschützer zu sein. Sie wollen den Besuchern ein gutes Gefühl geben und demonstrieren ihnen auch gern die angeblich guten Haltungsbedingungen. Aber reisende Zirkusse sind niemals in der Lage, den artspezifischen Bedürfnissen der Tiere gerecht zu werden.
Denn nicht nur Scheinwerferlicht, laute Musik und ein applaudierendes Publikum bedeuten für die Tiere enormen Stress. Auch der ständige Transport durch Ortswechsel sowie die durch Zwang und Gewalt erzwungene Dressur führen bei den sensiblen Tieren zu Verhaltensstörungen, Krankheiten und oft zum frühen Tod. Die Tiere gehorchen aus Angst vor Bestrafung und nicht aus Freude.
Um darauf aufmerksam zu machen, organisieren wir Demos, wenn sich ein Zirkus mit Tieren ankündigt. Denn Tiere sind keine Unterhaltung! Wir möchten den Menschen zeigen, dass Zirkus auch ohne Tierquälerei möglich ist. Dafür gibt es inzwischen viele gute Beispiele, die in modernen Shows ihr Publikum mit Menschen begeistern, nicht mit Dressur.
In der Vergangenheit haben wir bereits in Coburg, Bayreuth und Hof demonstriert und mit Plakaten auf die Probleme hingewiesen. Es war erschreckend, wie viele Menschen mit kleinen Kindern auch heute noch in solche Zirkusse gehen.
Dennoch hat uns so mancher Besucher auch Hoffnung gemacht: Einige hielten inne und lasen sich unsere Plakate durch. Vor allem Kinder zeigten großes Interesse, während viele Eltern weggesehen haben.
Wir hoffen, dass unsere Demonstrationen dazu beitragen, dass die Besucher Zirkusshows mit anderen Augen sehen, genau hinschauen, hinterfragen – und beim nächsten Mal kein Ticket mehr kaufen, wenn Tiere involviert sind.
„Ihr nennt es Spaß, doch es ist Gewalt - jedes Mal, wenn die Peitsche knallt.“
